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Hiermit laden wir alle Mitglieder sowie alle Interessierten zur Ausstellungseröffnung am
• Freitag, 21.11.2025, 19:30 Uhr
• Im Haus für Kunst und Geschichte, Stiftsstraße 8, 50171
ein.

Kerpen liegt mitten im Rheinischen Revier. Nur in den Kerpener Stadtteilen lässt sich die Entwicklung des Rheinischen Reviers seit 350 Jahren nachvollziehen. Seit Generationen leben die Kerpener Familien mit und vom Braunkohlentagebau, haben wirtschaftlich sehr davon profitiert, aber auch sehr darunter gelitten.
Die Heimatfreunde Stadt Kerpen e.V. haben die Geschichte des Reviers, die Umsiedlung Manheims und den einhergehenden Strukturwandel mit zahlreichen Projekten seit den 1980er Jahren begleitet. Seit Anfang August 2022 realisieren wir mit Hilfe des LVR-Amts für Bodendenkmalpflege im Rheinland und der Grabungsfirma Arthemus GmbH, Frechen, flächige archäologische Ausgrabungen im Bereich des Kerpener Ortsteils Manheim und am ehemaligen Hof Bochheim. Das Projekt der Heimatfreunde Stadt Kerpen e.V. wird vom NRW-Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung im Rahmen der Förderschiene „Heimatzeugnis“ unterstützt.
Die Ergebnisse dieser Entwicklung werden nun präsentiert – mit vielen interaktiven Elementen für groß und klein: u.a. mehrere Puzzle, eine Magnettafel, eine Rallye mit einer eigens für die Ausstellung entworfenen Comic-Figur, die die in Bochheim gefundene Barbara-Statuette wiedergibt.
Im Rahmen der Eröffnung wird außerdem die virtuelle Rekonstruktion von Manheim in drei Zeitstufen: 1375, 1825 und 2016, realisiert von Architectura Virtualis, dem Kooperationspartner der TU Darmstadt, welturaufgeführt!
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Auf Bitte der Heimatfreunde referierte der Nahostexperte Dr. Guido Steinberg in Kerpen zum Thema „Der neue Nahe Osten“ und fesselte das Publikum mit seinen interessanten und teils beängstigenden Ausführungen, die trotzdem auch positive Perspektiven aufzeigten. Bernd Woidtke vom Kölner Stadt-Anzeiger berichtete darüber.

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„Sieben Dörfer feiern eine gemeinsame Geschichte. 850 Jahre Geschichte, Kultur und Tradition“ mit diesem Titel hat die Prinzenfamilie von Merode 2024 zusammen mit der Bevölkerung der sieben früher zur Herrschaft gehörenden Dörfer das Jubiläum ganzjährig gefeiert. Der stv. Bürgermeister Addy Muckes und die Vorsitzende der Heimatfreunde Susanne Harke-Schmidt waren zum Festakt eingeladen. Dass der stv. Kerpener Bürgermeister zu den wenigen Menschen gehörte, die ein Grußwort halten durften, war eine besondere Ehre und lag an der jahrhundertelangen Beziehung der Familie von Merode zu Kerpen: vor 850 Jahren hat mit Werner von Kerpen ein Kerpener 1174 die Erstnennung der Herrschaft überliefert – aber er nannte sich später Werner de Rode.
Im Grußwort hatte Addy Muckes auf die gemeinsamen Wurzeln hingewiesen und an die prägende 300jährige Geschichte des im 13. Jh. entstandenen Familienzweigs der Scheiffart von Merode auf der Burg Hemmersbach erinnert. Noch in den 1930er Jahren nahm die Gemeinde Horrem das Meroder Wappen in ihr Gemeindewappen auf! Im weiteren Verlauf des Festaktes und weiteren Gesprächen lud Prinz Albert-Henri die Kerpener Heimatfreunde spontan zu einer Führung nach Merode ein.
Diese Einladung nahmen die interessierteren Heimatfreunde aus Kerpen jetzt an. Prinz Albert-Henri widmete ihnen mehr als zwei Stunden und führte sie bei wunderbarem Wetter zunächst rund um das zauberhafte Schloss und durch den weitläufigen Schlosspark, den viele sicher vom weithin bekannten Weihnachtsmarkt kennen (https://www.weihnachtsmarkt-merode.de/). Alle Anwesenden folgten den kurzweiligen und vergnüglichen, mit vielen Anekdoten angereicherten Ausführungen des Schlossherrn fasziniert. Prinz Albert-Henri gelang es, die 850jährige Ge-schichte seiner Familie sowohl fesselnd als auch informativ am Beispiel der Schlossgeschichte zu vermitteln. Auch architektonisch ist Merode eine Besonderheit unter den rheinischen Wasserburgen, da sich die Familie aus Angst vor Verlust der Reichsunmittelbarkeit schon früh nach Belgien orientierte und die belgisch-französischen Einflüsse hier unverkennbar sind.
Die zauberhafte Atmosphäre auf Schloss Merode begeisterte alle Teilnehmenden, die tief beeindruckt wieder nach Hause fuhren - nicht ohne einen besonderen Dank an Prinz Albert-Henri von Addy Muckes und Susanne Harke-Schmidt und dem Versprechen, den nächsten Weihnachtsmarkt zu besuchen und so das Engagement der Familie von Merode bei der Bewahrung des kulturellen Erbes zu unterstützen. Prinz Albert-Henri hatte verdeutlicht, mit wieviel Aufwand seine Familie das Schloss seit Jahrhunderten erhält und auch für die nächsten Generationen bewahrt.
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- Freitag, 25.04.2025, 15:00 Uhr
o Führung in der LVR-Landsynagoge Titz-Rödingen,
Frau Monika Grübel, M.A. und Dr. Alexander Schmalz - Freitag, 09.05.2025, 16:00 Uhr
o Führung im Schloss Merode
Prinz Albert-Henri von Merode, Langerwehe - Freitag, 13.06.2025, 19:30 Uhr
o Ausstellungseröffnung im Haus für Kunst und Geschichte:
Die Welt zu Gast in Kerpen. 20 Jahre Weltjugendtag - Donnerstag, 03.07.2025, 19:30 Uhr
o "Der neue Nahe Osten" - Vortrag von Dr. Guido Steinberg,
Nahostexperte der Stiftung Politik und Wissenschaft, ACHTUNG - geänderter Veranstaltungsort: Südflügel Schloss Loersfeld - Mittwoch, 27.08.2025, 15 Uhr (Treffpunkt: Friedhofskapelle)
o Führung über den Friedhof in Türnich-Balkhausen,
Lisgret Militzer-Schwenger, Brigitte Schmoll-Körner und Rolf Axer - Sonntag, 21.09.2025, ab 10:00 Uhr
o Radtour zum Tag des offenen Denkmals: Rathäuser im Stadtgebiet,
Rolf Axer und Susanne Harke-Schmidt - Achtung! Geändertes Datum: Donnerstag, 18.12.2025, 19:00 Uhr (Johann-Bugenhagen-Kirche, Kerpen-Blatzheim)
o Vortrag von Gregor Esser,
Leiter der Forschungsstelle Rekultivierung der RWE, Kerpen oder Paffendorf - Freitag, 21.11.2025, 19:30 Uhr Ausstellungseröffnung im Haus für Kunst und Geschichte
o Abschlusspräsentation des Projekts „Manheim zwischen Mittelalter und Moderne“
Anmeldungen unter:
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Uns erreichte die traurige Nachricht, dass am 11. November 2024 Martin Schütz, Vorsitzender der Heimatfreunde und langjähriges Vorstandsmitglied, im Alter von 98 Jahren verstorben ist. Die Nachricht hat alle Heimatfreunde und viele andere Menschen mit Trauer und Betroffenheit erfüllt.
Unser tiefes Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Kindern, Enkel- und Urenkelkindern.
Obwohl wir alle wussten, dass er schon 98 Jahre alt ist und im Krankenhaus lag, waren alle sehr zuversichtlich und haben geglaubt, dass er sich erholen und uns weiter begleiten wird. Nun müssen wir mit dem endgültigen Verlust eines ganz besonderen Menschen weiterleben, der uns beim Heimatverein fast 60 Jahre begleitet und immer unterstützt hat. Sein Tod hinterlässt eine große Lücke.
Martin Schütz war in der für den Verein sehr schwierigen Phase der Neugliederung Kerpens Vorsitzender, hat ihn neu aufgestellt, weitsichtig dafür gesorgt, dass wir unseren Sprengel auf die neuen Stadtgrenzen ausweiten und uns bei der neuen Verwaltungsleitung gut positioniert. Das hilft uns bis heute!
Insgesamt war Martin Schütz fast 50 Jahre im Vorstand segensreich tätig, hat fast 30 Jahre Protokolle der Vorstandssitzungen und zahlreiche Beiträge für unsere Heimatblätter verfasst. Noch bis vor wenigen Jahren hat er sich um die Ordnung unserer Bibliothek gekümmert. Auch als Rolf Axer und Susanne Harke-Schmidt 2004 die Leitung des Vereins übernommen haben, stand er fest an der Seite der neuen Vereinsführung und hat ihnen viel Kraft und Zuversicht gegeben.
Wir werden Martin Schütz, sein Engagement für unseren Verein, seine zuverlässige Hilfsbereitschaft und seine immer freundliche, zugewandte und ausgleichende Art dauerhaft in guter Erinnerung behalten. Wir trauern besonders mit seiner Frau, die oft auf Ihren Mann verzichten musste, wenn er für den Verein tätig war.
Die Freundschaft zum Ehepaar Schütz bedeutet uns sehr viel.
Mich persönlich hat Martin begleitet, seit ich 1981 Archivarin in Kerpen geworden bin. In den langen Jahrzehnten war er immer da, wenn ich ihn um Rat gefragt habe. Und er hatte immer wertvolle und hilfreiche Ratschläge. Ich habe mich zusammen mit allen anderen unglaublich darüber gefreut, dass er im September 2023 mit 97 Jahren zur Eröffnung unserer Jubiläums-Ausstellung gekommen ist!

Er wird mir sehr fehlen.
Susanne Harke-Schmidt